Donnerstag, 18 Oktober 2018, 19.30 Uhr

Reise nach Karabach

Ein Abend mit dem georgischen Schriftsteller

Aka Morchiladze
 

Sein erster Roman Reise nach Karabach, 1992 in Tiflis erschien, herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände in Georgien. Das Buch, von Matrize abgezogen und mit Klammern geheftet, machte seinen Autor schlagartig bekannt. Die Geschichte seines Helden Gio, den es beim reichlich unbedarft-kühnen Versuch, Drogen aus Aserbeidschan nach Georgien zu schmuggeln, mitten ins Kriegsgeschehen in Berg-Karabach verschlägt, traf offenbar den Nerv des Lebensgefühls seiner georgischen Leser.

 

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Donnerstag, 7 November 2018, 19.30 Uhr

Den dreißigjährigen Krieg erzählen

Grimmelshausen, Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch

Ein Abend mit dem Übersetzer Reinhard Kaiser

 

1618, vor 400 Jahren, begann der Dreißigjährige Krieg, dessen Verlauf den europäischen Kontinent völlig verändern sollte. Von dieser Zeit der Umwälzungen erzählt der erste große Roman in deutscher Sprache, den Thomas Mann ein Literatur- und Lebensdenkmal der seltensten Art nannte. Natürlich war der Simplicissimus vorher schon lesbar. Natürlich werden Germanistikstudenten und ihre Professoren auch weiterhin das Original bevorzugen. Aber alle anderen dürfen sich durch die umsichtige Restaurierung von Reinhard Kaiser in die herrliche Schnodderichkeit des Ursprungstextes zurückversetzen.

 

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Donnerstag, 20.September 2018, 19.30 Uhr

Georgien und der Kaukasus

Ein Abend mit dem Übersetzerin Rosemarie Tietze

 

Georgien ist in diesem Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse – Anlaß für uns, erneut Rosemarie Tietze einzuladen: mit Andrej Bitows Georgisches Album und Lew Tolstois Krieg im Kaukasus. Ankunft in der Gegenwart, „im Echten“, dort, wo man im Fremden ganz bei sich sein kann, ist das Ziel der Reisen Andrej Bitows. Vom Leben auf dem Landgut der Familie angödet, begleitet der junge Lew Tolstoi 1851 seinen ältesten Bruder Nikolai, der im Kaukasus dient, an seinen Einsatzort Starogladkowskaja, eine Kosakensiedlung am Terek. Mitscharfer Beobachtungsgabe schildert er die Geschichte der Kaukasier.

 

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Mittwoch, 4.Juli 2018, 19.30 Uhr

Oxenberg & Bernstein
Rumänien erzählt

Ein Abend mit dem Übersetzer Ernest Wichner

 

Oxenberg & Bernstein, der Roman von Cătălin Mihuleac, in diesem Frühjahr in der Übersetzung von Ernest Wichner publiziert, war 2014 im rumänischen Original unter dem Titel Amerika jenseits des Pogroms erschienen. Im Zentrum des Buches steht das Pogrom von Iaşi, bei dem – einmalig in der Shoa-Geschichte – innerhalb von drei Tagen (27. bis 29. Juni 1941) in der ältesten rumänischen Universitätsstadt 14.850 Juden erschlagen und erschossen wurden. Ernest Wichner, wichtigster Vermittler rumänischer Literatur ins Deutsche, war in der Kategorie „Übersetzung“ für den Leipziger Buchpreis 2018 nominiert.

 

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Donnerstag, 11.Januar 2018, 19.30 Uhr

Gaito Gasdanow.
Ein Abend mit der Übersetzerin

Rosemarie Tietze

 

Gaito Gasdanow, 1903 in St. Petersburg geboren und 1971 in München gestorben, gilt als einer der wichtigsten russischen Exilautoren des frühen 20. Jahrhunderts. Seit 1923 lebte er im Exil in Paris. Wegen der existentialistischen Prägung seines Werks wurde Gasdanow wiederholt als der „russische Camus“ bezeichnet. Rosemarie Tietze, Gasdanows Übersetzerin, spricht über Leben und Werk Gasdanows. Rosemarie Tietze studierte Theaterwissenschaft, Slawistik und Germanistik und arbeitet als Übersetzerin, Dolmetscherin und Dozentin.

 

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