Die "Literarische Gesellschaft Köln e.V." versteht sich als Förderin der Literatur und der literarischen Belange in Köln. Sie kann inzwischen auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken.

Am 13. Mai 1893 wurde im Kölner Gürzenich der Verein "zur Pflege der schönen Literatur in Köln" gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wählten die Versammelten den Kölner Dichter und Mäzen Johannes Fastenrath. Von 1898 bis 1914 richtete die Gesellschaft alljährlich poetische Wettkämpfe, die "Kölner Blumenspiele", aus. Zwischen den Weltkriegen lasen in Köln als Gäste der Gesellschaft u.a. Vicki Baum, Georg Britting, Alfred Döblin, Max Halbe, Heinrich und Thomas Mann, Agnes Miegel, Franz Werfel, Ernst Wiechert, Carl Zuckmayer und Stefan Zweig. Nach dem II. Weltkrieg wurde die Gesellschaft 1951 wiederbelebt und hatte von Ilse Aichinger bis Martin Walser zahlreiche bekannte Autorinnen und Autoren zu Gast.

1975 schloss sich die "Literarische Gesellschaft Köln" mit dem ein Jahr zuvor gegründeten Verein "Literatur in Köln / Freunde der Stadtbücherei e.V. " zur "Literarische Gesellschaft Köln / Freunde der Stadtbücherei e.V." zusammen, um der "leisen" Kunstform Literatur ein noch deutlicheres Gehör in Köln zu verschaffen und dabei das Bewusstsein für das literarische Erbe ebenso zu schärfen wie für die aktuelle literarische Szene in und außerhalb Kölns. Die von dem neuen Verein veranstalteten Lesungen, Werkstattgespräche, Vorträge, literarischen Kabarett-Abende, Lyrik-Veranstaltungen und aktuellen thematischen Reihen ermöglichten und ermöglichen Begegnungen und Gespräche mit AutorInnen, KritikerInnen, ÜbersetzerInnen und LiteraturwissenschaftlerInnen. Auf jährlich stattfindenden literarischen Reisen und Exkursionen werden Lebens-, Arbeitswelt und Geschichte von Autoren und Autorinnen sichtbar gemacht.

Die Notwendigkeit, ihren eigenen Standort zwischen literaturwissenschaftlichen Angeboten aus dem universitären Bereich, den an aktuellen Neuerscheinungen ausgerichteten Veranstaltungsprogrammen des lokalen Buchhandels und Zeitgeistsurfern der Eventkultur immer wieder neu überdenken und bestimmen zu müssen, hat die Literarische Gesellschaft vor Erstarrung bewahrt. Ihr Veranstaltungsangebot möchte gleichermaßen aktuell wie unterhaltend und bildend sein.

Seit 2005 trägt die Gesellschaft den Namen "Literarische Gesellschaft Köln e.V." ohne weiteren Namenszusatz.

Getragen werden die Aktivitäten der Gesellschaft maßgeblich durch die Beiträge ihrer Mitglieder. Die Veranstaltungen der Gesellschaft sind öffentlich und – für Mitglieder – frei.